Die raumgreifende Installation von Katrin Paul emanzipiert das Medium Papier aus seiner historischen Funktion als bloßer Bildträger der Zeichnung und dienendes Medium. Papier tritt als eigenständiges, raumproduzierendes Material in Erscheinung. Aus der Fläche generiert sich Volumen, das den Raum nicht nur besetzt, sondern ihn strukturiert, durchdringt und transformiert. Großformatige Installationen und fragile Wandarbeiten formieren ein relationales Gefüge von Nähe und Distanz, das die Wahrnehmung des Betrachters situativ moduliert. Die Arbeiten definieren Raum nicht als statischen Setzung, sondern erzeugen ihn prozesshaft – wechselnd zwischen schützender Umschließung und verdichteter räumlicher Struktur. In der präzise austarierten Beziehung von Materialität, Lichtführung und architektonischem Kontext entfaltet sich ein reduziertes, zugleich wirkungsvolles Spannungsfeld zwischen Innen und Außen, Objekt und Umgebung.
Dauer der Ausstellung: 2.9.-3.10.2026
Barabend
Mittwoch, 16. 9. 2026, 18 Uhr
Eat, Art & Talk
Samstag, 3. 10. 2026, 18 Uhr
Freundlich unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main