Heussenstamm-Galerie
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2. FEB. BIS 24. MÄR. 2016

GEORG BRÜCKMANN

KUNDMANNGASSE 19

Georg Brückmann, Das Abbild und sein ideeller Gegenstand

Zum einen halte ich das Haus an sich für ein beeindruckendes Gebäude, eine herausragende architektonische Leistung. Nicht zuletzt auch wegen seines Schöpfers Ludwig Wittgenstein, dessen einziges architektonisches Projekt dieses Haus war. Die Serie über das Haus Wittgenstein war für mich vielleicht der Versuch, auch dem Philosophen Wittgenstein näher zu kommen. Wittgenstein baute das Haus zwischen seinen beiden philosophischen Phasen, in einer Zeit, als er eigentlich aufgehört hatte philosophisch zu arbeiten. Eventuell erkennt man bei genauerer Betrachtung die Grundlage für sein zweites Hauptwerk die Philosophischen Untersuchungen. In diesem Werk gibt Wittgenstein einige Beispiele von kontextbezogener Sprache, von Sprachspielen, die er dem Milieu der Bauarbeiter und Handwerker entlehnt hat. Gleichzeit bildet das Haus ebenso eine Brücke zu seinem Frühwerk. Seine Schwester Hermine sprach von „hausgewordener Logik“, in diesem Sinne könnte man auch von hausgewordener Philosophie sprechen.

Georg Brückmann, Interview mit Esther Niebel